1954 im Zeichen der Waage geboren, man sagt die seinen
kreativ und ausgeglichen, erstes stimmt bei mir, das
andere?! Lass ich einmal offen
Meine Heimatstadt ist Zürich, also von jenen die die
Ostschweizer sagen für die hört die Schweiz hinter
Winterthur auf….ich glaube ich kenne den Thurgau
mittlerweile besser als meine Heimatstadt.
Meine erste Kamera war eine Kodak Instamatik, mit der habe
ich meine ganze Umgebung auf sw Kopien festgehalten und
damit auch ziemlich viele Mitmenschen genervt, den auch sie
wurden verewigt, ob sie wollten oder nicht.
Als ich dann meine berufliche Laufbahn mit Fotografieren
anfing, waren die Menschen in meinem Umkreis schon nicht
mehr so störrisch oder der Eine oder Andere wollte sich
sogar von mir ablichten lassen.
Mit dem Fähigkeitsausweis im Sack machte ich mich auf die
Socken die Welt zu erkunden, zuerst in England, dann in
Kalifornien. Sehr geprägt hat mich die Zeit bei der „TAT“ wo
Roger Schawinski mein Chef war, er hat in mir die
Pressefotografin geweckt, die Neugierde des täglichen
Lebens, auch wenn es noch so banal scheint. Er hat mir
gezeigt mit offenen Augen und einem speziellen Blick die
Welt zu erleben.
Im Lauf der Jahre wurde ich Mutter und Ehefrau, dabei habe
ich die Kamera nie weit weggelegt, sie war immer
Griffbereit.
Irgendwann arbeitete ich für verschiedene Zeitungen, zuerst
nur teilweise dann mehr und mehr, bis ich schliesslich im
Jahr 2000 die Ostschweiz entdeckte und lieben und schätzen
gelernt habe.
Die Menschen, sei es der Bauer der in seinen Gummistiefel
und dem Fasi die Kühe eintreibt, der Chef eines Unternehmens
der stolz ist im Thurgau zu sein, die „ganz“ normalen
Menschen, denen ich im täglichen Leben begegne.
Die Landschaft erlebe ich jeden Tag aufs neue und bin jedes
Mal wieder total aus dem Häuschen wenn im Frühling die Bäume
blühen, im Herbst die roten Äpfel am Baum glänzen, der See
immer neue Farben zeigt, und bei Dämmerung wenn die Lichter
angehen, der Thurgau eine ganz spezielle Stimmung
ausstrahlt.
Oktober 2008